Josef Rint

Bildhauer und Holzschnitzer

* 1838   † 1876

 

Lebenslauf

Josef Rint wurde am 3. Oktober 1838 in Kuks, Böhmen, geboren. Er ist der Sohn des berühmten Bildschnitzers Johann Rint. Sein Vater war es auch, der schon früh sein Talent erkannte, und ihn in der Kunst des Bildschnitzens unterrichtete.

Vater Johann bildet ihn aus, Kefermarkter Flügelaltar, Arbeit in der Werkstatt seines Vaters

Bereits im Alter von 14 Jahren begann Josef Rint den Kefermarkter Flügelaltar gemeinsam mit seinem Vater Johann zu restaurieren.

Josef Rint begleitete seinen Vater, der ihn unmittelbar mehr und mehr in seiner Kunst ausbildete, nach München. Er arbeitete später in der Werkstatt seines Vaters.

Er stand, trotz seines großen Talents, im Schatten seines Vaters. So ist nur wenig von jenen Werken bekannt, die er selbständig schuf.

Werke

Restaurierung des Kefermarkter Flügelaltars (1852–1855, zusammen mit seinem Vater Johann Rint)
St. Wolfgang: Bildhauerische Wiederherstellung des Pacher-Altars (1858–1862)
Riedau in Oberösterreich: „Hl. Georg tötet den Drachen“
Kirchstetten in Niederösterreich: Himmelfahrt Mariens

Abnahme der Totenmaske von Adalbert Stifter

Von spezieller Bedeutung ist, dass Josef Rint Adalbert Stifter die Totenmaske abnahm. Adalbert Stifter hatte sich am 26. Jänner 1868 mit einem Rasiermesser die Halsschlagader geöffnet. Er starb zwei Tage nach diesem Eingriff. Josef Rint musste zur Abdeckung der Wunde einen dicken Papierstreifen um den Hals legen.

Lebensretter

Im Jahre 1862 gab es in Oberösterreich eine große Überschwemmung. Es ist erwiesen, dass Josef Rint unter Einsatz des eigenen Lebens mehreren Menschen das Leben gerettet hat. Unter anderem einem Familienvater mit dessen vier Kindern, die er vom Dach eines reißend umströmten Hauses, dessen Mauern bereits einzustürzen begannen, herunter in Sicherheit brachte. Er wurde hierfür in Anwesenheit der Gemeinderäte, der behördlichen Vorstände und des geladenen Turnrates festlich mit dem Verdienstkreuz mit der Krone geschmückt.

Tod

Josef Rint starb am 10. Februar 1876 in Wien.

Das Grab für Josef Rint und seinen Vater befindet sich auf dem St. Barbarafriedhof in Linz

Weblinks

Straßenbenennung

Zur Erinnerung an das Wirken von Vater und Sohn Rint benannte die Stadt Linz 1954 die „Rintstraße“ im Ortsteil Kleinmünchen nach den beiden.

Wir erinnern uns

Sie sind eingeladen, Ihre persönliche Erinnerung an
Josef Rint nieder zu schreiben.

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